Über mich - Mein Lebenslauf

Liebe Leserin, lieber Leser

mein Name ist Matthias Heimbach. Ich wurde am 14.05.1983 in Augsburg geboren. Im Alter von sechs Jahren ging ich zur Grundschule in Leitershofen bis ins Jahr 1993. An der Realschule in Bobingen erlangte ich im Jahr 1999 die mittlere Reife.

Ab September 1999 bis September 2001 habe ich das Handwerk des Orthopädiemechanikers erlernt.

Nach einem unverschuldeten Motorradunfall im September 2001 habe ich diese Lehre auf Anraten meines damaligen Ausbilders nicht weiter geführt. Als Rollstuhlfahrer hätte ich den Beruf des Orthopädiemechanikers aus körperlichen Gründen nicht mehr komplett selbstständig ausüben können.

Mein Ausbildungsbetrieb hat mir daraufhin eine neue Ausbildung als Bürokaufmann angeboten. Diese Chance nutzte ich. Nach einem Jahr Rehabilitation begann ich diese Lehre zum September 2002 und schloss diese im Jahr 2005 erfolgreich ab.

Wie ich zum Rollstuhlbasketball kam....

In der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau, wo ich das Jahr der Rehabilitation genoss, habe ich durch die sehr guten therapeutischen und sportlichen Möglichkeiten sehr schnell wieder Spaß am Sport gefunden. Vor allem Mittwochs waren sportlich aktive Rollstuhlfahrer da, die mich von Anfang an sehr beeindruckt haben, wie sie mit Ihren Sportgeräten umgegangen sind.

Das war der Moment, wo ich zum ersten Mal mit Rollstuhlbasketball in Kontakt gekommen bin. Seitdem war klar, dass ich das auch verfolgen will.

Dank Orf Mach, dem Sporttherapeuten und Florian Fischer, der mir seinen alten Sportrollstuhl lieh, konnte ich nach meiner Reha sehr schnell den Kontakt zum SV Reha Augsburg knüpfen. Dort habe ich angefangen, parallel zu meiner zweiten Lehre, Rollstuhlbasketball zu spielen. Des Weiteren spielte ich mit einer Doppellizenz bei den Pandas aus Donauwörth und trainierte hin und wieder auch beim USC München mit. Somit kam ich in der Woche auf 40 Stunden Arbeit und 8 Stunden Training.

Im Oktober 2006 habe ich mich wegen der sportlichen Perspektive für die RSC Rollis aus Zwickau entschieden. Dort konnte ich jetzt meiner Leidenschaft, dem Rollstuhlbasketball, die komplette Aufmerksamkeit widmen.

Im Jahr 2007 wurden wir hinter dem RSV Lahn Dill 2007 Vizemeister. Danach wurde ich zum ersten Mal auf Sichtungslehrgänge für die deutsche Nationalmannschaft der Herren eingeladen, schaffte es jedoch leider noch nicht ins Team. Ein Jahr darauf wurde ich dann mit den Rollis aus Zwickau erneut deutscher Vikzemeister und deutscher Pokalsieger.

Im Jahr 2009 gelang es uns dann endlich, den deutschen Meistertitel nach Sachsen zu holen. Jedoch mussten wir uns in einem spannenden Championscupfinale gegen Galatasaray Istanbul knapp geschlagen geben. Trotz dieser Niederlage gab es für mich Grund zur Freude. Ich wurde in die Nationalmannschaft berufen und durfte zum ersten Mal zu einer Europameisterschaft nach Adana fliegen, wo wir den sechsten Platz erreichten. Leider haben wir damit die Qualifikation zur WM 2010 in Birmingham nur knapp verpasst. 2010 mussten wir den Meistertitel dem RSV Lahn Dill wieder überlassen und wurden erneut Vizemeister.

Nach einem langen Sommer ohne WM entschied ich mich 2011, Lars Christink und seinem Verein, den Jena Caputs, mein sportlichen Dienste zu offerieren. Nachdem wir es mit den Thüringern geschafft haben, die erste Bundesliga zu halten, durfte ich erneut mit der Nationalmannschaft auf Europameisterschaft fliegen. In Nazareth mussten wir uns dann lediglich den Briten im Finale geschlagen geben und wurden Vizeeuropameister.

In der Bundesligasaison 2011/2012 blieb ich den Caputs aus Jena treu und bereitete mich auf meine bislang ersten anstehenden paralympischen Spiele in London vor. Nach einem mitreißenden Auftaktspiel gegen die Gastgeber aus England, das wir ganz knapp zu unseren Gunsten entscheiden konnten, gelang es uns nicht, die US Amerikaner im Viertelfinale zu schlagen. Am Ende erreichten wir den sechsten Platz. 2012/2013 zog ich mir erneut das Trikot der Studentenstadt Jena an.

Jedoch mussten wir nach dieser Spielperiode den Abstieg in Kauf nehmen. Es verstrich nicht viel Zeit nach der Bundesligasaison, bis meine dritten Europameisterschaften, diesmal in Frankfurt am Main, anstanden. Dort gelang es uns mit dem sechsten Platz das Ticket zur WM 2014 nach Südkorea zu lösen.

Sportlich zog es mich dann für die Basketballsaison 2013/2014 in die Pfalz zu den Rolling Devils aus Kaiserslautern. Wir haben die zweite Bundesliga Süd ohne Niederlage bestritten und freuen uns auf die neue Herausforderung in der Erstklassigkeit.

Im Moment laufen die Vorbereitungen für die WM in Südkorea, wo wir Anfang Juli in der Gruppenphase auf Schweden, Australien und Italien treffen werden.

Wie es weitergeht...

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